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Möbelbranche

KOINOR verkauft mit dem Digitalen Produktpass

KOINOR hat angefangen, bevor es eine Pflicht gab. Vier Monate nach Projektstart läuft der Digitale Produktpass an über 100 Exponaten in Mailand.

Digitaler Produktpass von KOINOR auf dem Smartphone, davor ein Ledersessel im Ausstellungsraum
Branche
Polstermöbel
Projektstart
Januar 2026
Go-Live
April 2026, Salone del Mobile Milano
Umfang
Über 100 Exponate, flächendeckend
O-Ton

Knapp drei Minuten KOINOR, in eigenen Worten

KOINOR erklärt selbst, warum das Projekt ohne gesetzliche Frist gestartet ist, was der Digitale Produktpass im Verkaufsgespräch leistet und wie der Einsatz in Mailand gelaufen ist.

Video ohne Ton beim Laden.

Ausgangslage

Ein Innovationsthema, kein Compliance-Projekt

Für Polstermöbel gibt es bis heute keinen verbindlichen Stichtag. Möbel stehen in der ESPR auf der Liste der Produktgruppen, die delegierten Rechtsakte dazu fehlen aber noch. Wer in dieser Lage anfängt, tut es aus eigenem Antrieb.

Genau so hat KOINOR entschieden. Der Hersteller baut Polstermöbel mit vielen verstellbaren Funktionen und hat den Digitalen Produktpass von Anfang an nicht als Pflichtprogramm behandelt, sondern als Werkzeug: für den Verkauf und für die Zeit nach dem Kauf.

Einfach war es trotzdem nicht. Die Produktdaten lagen über mehrere Systeme verteilt. Bevor ein Digitaler Produktpass entstehen kann, muss klar sein, welche Daten wo liegen und welche davon nach außen gehören.

Wir bei KOINOR beschäftigen uns schon immer mit Neuheiten und Innovationen. So haben wir im Gespräch mit Narravero auch sehr schnell den Mehrwert erkannt, den der Digitale Produktpass Endkunden, unseren Handelspartnern und auch uns als Markenhersteller bieten kann. Und das völlig unabhängig von gesetzlichen Regulatorien, die im Detail noch gar nicht ausgestaltet sind.

Stefan SchulzGeschäftsführer, KOINOR Polstermöbel
Der Business Case

Drei Adressaten, ein Datensatz

KOINOR misst den Nutzen nicht an der Regulatorik, sondern am Verkaufsgespräch und an den Fragen, die nach dem Kauf nicht mehr im Service landen.

Für den Endkunden

Die Zeit nach dem Kauf

Nach der Lieferung bleibt der Digitale Produktpass am Möbelstück. Der Kunde hält sein Handy daran und sieht die Informationen zu genau diesem Möbel, in genau seiner Ausführung. Kein Suchen in Unterlagen, keine Modellnummer, die niemand mehr findet.

Für die Marke

Der eigene Kanal

KOINOR verkauft über den Handel. Direkten Kontakt zum Endkunden gibt es in diesem Modell normalerweise nicht. Der Digitale Produktpass ändert das: ein Kanal, der KOINOR gehört und am Produkt hängt, nicht an einer Kampagne. Er funktioniert auch drei Jahre nach dem Kauf noch.

Technologie

NFC statt gedruckter Code

KOINOR hat sich für NFC entschieden. Handy ans Möbelstück halten, der Digitale Produktpass öffnet sich. Kein App-Download, keine Eingabe, kein Umweg über eine Website.

Hand mit Smartphone am NFC-Tag eines KOINOR-Polstermöbels, auf dem Display erscheint die Meldung des Digitalen Produktpasses

Kein App-Download

Der Digitale Produktpass öffnet sich im Browser des Handys, das der Kunde ohnehin dabei hat.

Kein Umweg

Niemand muss eine Modellnummer suchen oder eine Adresse eintippen. Einmal ans Möbel halten, das genügt.

Ein Tag pro Möbelstück

Der NFC-Tag sitzt am Möbel und bleibt dort, auch Jahre nach der Lieferung.

Der Vorteil beim Digitalen Produktpass mit dem NFC-Tag ist einfach, dass jeder sein Handy dabei hat und sofort scannen kann. Ohne dass ich eine App installieren muss, ohne dass ich auf eine Webseite muss.

Christian WachterLeitung IT, KOINOR
Projektverlauf

Von der Unterschrift zum flächendeckenden Einsatz in vier Monaten

  1. Ende 2025

    Entscheidung

    Vertragsabschluss. KOINOR entscheidet sich für den Digitalen Produktpass, obwohl kein Stichtag drängt.

  2. Januar 2026

    Projektstart

    Kick-off mit IT-Leitung, Marketing-Leitung und IT-Projektleitung. Produktdaten aus mehreren Systemen werden zusammengeführt.

  3. April 2026

    Go-Live in Mailand

    Salone del Mobile Milano. Der Digitale Produktpass läuft flächendeckend an über 100 Exponaten.

  4. Mai bis Juli 2026

    Zweiter Einsatz

    Das Feedback aus Mailand führt direkt zum nächsten Einsatz, auf der Fläche eines der größten Möbelhäuser Europas.

  5. Ende 2026, geplant

    Roll-out

    KOINOR bereitet den Roll-out für das gesamte Polstermöbel-Programm vor.

Vier Monate von der Unterschrift bis zum ersten flächendeckenden Einsatz. Der zweite Einsatz war nicht geplant, er ergab sich aus dem Feedback des ersten.

Das Projektteam von KOINOR und Narravero
Das Projektteam von KOINOR und Narravero
Zusammenarbeit

Mit Narravero haben wir den idealen Partner für uns gefunden.

Eine Partnerschaft auf Augenhöhe, geprägt von kurzen, schnellen Entscheidungen und Umsetzungen.

Marco FischerProjektleiter IT, KOINOR

Bei der Zusammenführung der Produktdaten aus den bestehenden Systemen hat Narravero mitgearbeitet.

Ergebnisse

Was KOINOR heute hat

Kein Pilot in einer Nische, sondern ein Einsatz auf der wichtigsten Messe der Branche und ein Anschlussprojekt im Handel.

Flächendeckend auf dem Salone del Mobile

Über 100 Exponate mit Digitalem Produktpass. Kein Testbereich, sondern die gesamte Ausstellung.

Anschlussprojekt im Handel

Von Mai bis Juli 2026 auf der Fläche eines der größten Möbelhäuser Europas. Auslöser war das Feedback aus Mailand.

Verkaufsgespräch ohne Lücken

Der Verkäufer zeigt Funktionen, die auf der Ausstellungsfläche gar nicht stehen.

Direkter Kanal zum Endkunden

Ein eigener Kanal am Produkt, der nach dem Kauf weiterläuft.

Produktdaten zusammengeführt

Die Daten aus mehreren Systemen liegen jetzt an einer Stelle und in einer Struktur.

Regulatorische Vorarbeit erledigt

Wenn die delegierten Rechtsakte zur ESPR für Möbel kommen, steht die Datenstruktur bereits.

Nächster Schritt

Wer früh anfängt, bestimmt den Nutzen selbst

KOINOR hat nicht auf eine Frist gewartet. Das ist bis heute die Ausnahme: 81 Prozent der befragten Unternehmen haben nach wie vor keinen Plan für den Digitalen Produktpass (KPMG, Februar 2026). Wer erst anfängt, wenn der Stichtag steht, baut Compliance. Wer vorher anfängt, baut ein Werkzeug.

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