Referenzstory
Straub Marbert
Vom Pilotprojekt zur Strategie: Wie Straub Marbert den Digitalen Produktpass (DPP) nutzt – nicht nur für Compliance, sondern als datengetriebenen Hebel für die Zukunft
Straub Marbert – Tradition trifft Innovation
Straub Marbert ist ein familiengeführtes Kosmetikunternehmen mit Sitz in Wertheim am Main, das seit 1949 zu den führenden Herstellern hochwertiger Pflegeprodukte in Deutschland zählt. Das Unternehmen vereint Tradition und Innovation: Mit Marken wie MARBERT und Bettina Barty sowie einer starken Private-Label-Sparte (bellmira) bietet es ein breites Sortiment an Hautpflege-, Körperpflege- und Duftprodukten – von der Reinigung über Gesichtspflege bis hin zu exklusiven Duftserien. Besonders bekannt ist Straub Marbert für seine hohe Produktqualität, umweltbewusste Produktion und die Fähigkeit, sowohl eigene Marken als auch maßgeschneiderte Lösungen für Handelspartner zu entwickeln. Mit über 65 Jahren Erfahrung und Export in mehr als 70 Länder steht das Unternehmen für nachhaltige, in Deutschland hergestellte Kosmetik mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis

„Wir haben den Digitalen Produktpass zunächst als regulatorische Pflicht kennengelernt – doch schnell erkannt, dass er weit mehr sein kann: ein völlig neuer, interaktiver Touchpoint mit unseren Kundinnen. Über den Digitalen Produktpass können wir so viele Stärken unserer Marken erlebbar machen – und einen noch intensiveren Dialog mit unseren Kundinnen anregen. Für uns steht fest: wir wollen im Rahmen unserer Strategie den Digitalen Produktpass als Marken-Kanal nicht nur als gesetzliche Pflicht sehen, sondern unser starkes Markenfundament, das Vertrauen, Qualität und Beständigkeit ausstrahlt, über den Digitalen Produktpass erlebbar machen und so unsere Kundinnen in ihren Wünschen immer wieder neu überraschen. Wir freuen uns auf diese Zukunft digitaler Kundinnen-Interaktion!“
Herausforderungen für Straub Marbert
Bei Straub Marbert war das Thema Digitaler Produktpass bereits präsent. Eine erste Bestandsaufnahme hatte stattgefunden, um den potenziellen Projektrahmen zu verstehen.
Was jedoch fehlte, war ein klar strukturierter Projektstart mit definierten Zielen, Zeitplan und Pilotlogik.
Auslöser für die Initiative waren:
- Die kommende EU-Regulatorik (Digitaler Produktpass ab 2026)
- Der Wunsch, frühzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln
- Die Notwendigkeit, Handels- und Endkundenakzeptanz realitätsnah zu testen
Straub Marbert stand vor mehreren offenen Fragen. Hinzu kamen praktische Hürden wie begrenzte Stückzahlen im Handel, niedrige Endkundenaktivierung und Verzögerungen durch Verpackungs- und Druckprozesse.
Wie hoch ist die Akzeptanz im Handel?
Werden Endkund:innen einen DPP tatsächlich nutzen?
Wie lassen sich Nutzung und Erfolg messen?
Wie integriert man den DPP in bestehende Druck- und Produktionszyklen?
Projektziele für den Digitalen Produktpass von Straub Marbert
Im sechsmonatigen DPP-Pilotprojekt prüfte Straub Marbert, ob der Digitale Produktpass über QR-Code nicht nur regulatorische Anforderungen erfüllt, sondern Kunden aktiviert, die Markenbindung stärkt und als neuer Kommunikationskanal skalierbar ist.

Pilot: Sechsmonatige Testphase
Ziel des Projekts war die Konzeption, Umsetzung und Evaluation eines Digitalen Produktpasses als Pilot (POC) für ausgewählte Produkte.
- Entwicklung eines funktionsfähigen DPP
- Über einen QR-Code auf dem Produktetikett soll der DPP ausgerollt werden
- Definierte Erfolgskriterien bewerten die Nutzung

Wie der DPP-Pilot Akzeptanz, Markenbindung und Skalierungspotenzial testet
Es geht nicht nur um regulatorische Vorbereitung, sondern vor allem um die Frage: Kann der DPP als Kundenkontakt-, Aktivierungs- und Lerninstrument funktionieren?
Am Ende des Piloten sollten belastbare Erkenntnisse vorliegen zu:
- Nutzung & Akzeptanz bei Endkund:innen
- Beitrag zur Wiederkaufswahrscheinlichkeit
- Eignung des DPP als Marketing- und Kommunikationskanal
- Entscheidungsgrundlage für Skalierung oder Weiterentwicklung
Scannen. Duschen. Staunen.
Entdecke den Bettina Barty Digitalen Produktpass von Straub Marbert: Wie ein QR-Code auf dem Duschgel nicht nur Inhaltsstoffe offenlegt, sondern Markenerlebnis und Kundenbindung neu definiert.

DPP per Scan öffnen
Lösung / Umsetzung
Um die Herausforderungen erfolgreich zu meistern, setzte COR gemeinsam mit Narravero auf einen strukturierten, praxisnahen Ansatz für den Digitalen Produktpass (DPP). Ziel war es, eine Lösung zu entwickeln, die sowohl interne Prozesse optimiert als auch den Kunden einen echten Mehrwert bietet.
Projektstart und Stakeholder-Einbindung:
Das Projekt begann mit einem umfassenden Kick-off, bei dem alle relevanten Stakeholder, inklusive ERP-Teams und angrenzender Projekte, eingebunden wurden. Eine Produktionsbesichtigung bei COR im Juni ermöglichte es dem Team, die Abläufe vor Ort zu verstehen und die Anforderungen an den DPP praxisnah zu diskutieren.
Strukturierte Roadmap und Produktwahl:
Im nächsten Schritt wurden konkrete Arbeitspakete definiert: Auswahl der DPP-Produkte für Version 1 und Version 2, Identifikation relevanter Systeme und Datenquellen, sowie Erstellung einer Liste wahrscheinlicher Datenpunkte für Compliance und Nachhaltigkeit. Durch Workshops und Abstimmungsrunden entstand ein finaler Wireframe für DPP V1, der sowohl interne Prozesse abbildete als auch die Anforderungen an Kundenkommunikation erfüllte.
Integration in bestehende Systeme:
Ein zentraler Aspekt war die Nutzung bestehender ERP-Systeme. Durch das Mapping verpflichtender Datenfelder konnten Informationen direkt aus dem ERP angereichert und nahtlos in den DPP integriert werden. Dies stellte sicher, dass der Digitale Produktpass nicht nur ein zusätzliches Tool ist, sondern ein integraler Bestandteil der bestehenden IT-Architektur von COR wird.
Technische Umsetzung und Innovation:
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Konzeption der NFC-Integration, die es Kunden ermöglicht, direkt am Produkt digitale Informationen abzurufen. Begleitend wurden Konzepte entwickelt, wie der neue Touchpoint über digitale Vertriebskanäle kommuniziert werden kann, um klassische Printkommunikation sinnvoll zu ergänzen und Social-Media-Potenziale zu nutzen.
Regelmäßiger Austausch und agile Anpassung:
Wöchentliche Jour Fixe und kontinuierliche Workshops stellten sicher, dass das Projektteam flexibel auf neue Anforderungen reagieren konnte und alle Stakeholder jederzeit eingebunden waren. So wurde eine Lösung geschaffen, die intern breit anschlussfähig ist und gleichzeitig den Anforderungen moderner Digitalisierung und Nachhaltigkeit gerecht wird.
Turn products into relationships
Ergebnisse / Mehrwerte
Die Implementierung des Digitalen Produktpasses (DPP) bei COR zeigt deutlich, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Durch die Zusammenarbeit mit Narravero konnte COR mehrere konkrete Mehrwerte realisieren:
1. Transparenz und Nachhaltigkeit:
Mit dem DPP können alle relevanten Informationen zu Materialien, Herkunft und Rücknahmeszenarien digital bereitgestellt werden. Kunden erhalten so einen klaren Überblick über die Nachhaltigkeit der Produkte, während COR gleichzeitig Compliance-Anforderungen zuverlässig erfüllt.
2. Prozessoptimierung und interne Effizienz:
Durch die Integration in das bestehende ERP-System werden Daten automatisch gepflegt und synchronisiert. Dies reduziert redundante Arbeitsschritte, minimiert Fehlerquellen und stellt sicher, dass alle Abteilungen – vom Vertrieb bis zur Produktion – mit konsistenten Informationen arbeiten.
3. Stärkung der Marke und Kundenkommunikation:
Der Digitale Produktpass ermöglicht COR, die eigene Vorreiterrolle in der Möbelbranche sichtbar zu machen. Durch die NFC-Integration und neue digitale Touchpoints werden Kunden aktiv angesprochen und die Kommunikation über moderne Kanäle wie Social Media unterstützt. Dies ergänzt klassische Printmedien und erhöht die Reichweite und Relevanz der Marke.
4. Zukunftsfähige Produktstrategie:
Mit dem DPP wird das Produktportfolio von COR noch „kreislauffähiger“. Rückgabeszenarien, Recycling-Optionen und ressourcenschonende Herstellungsprozesse werden sichtbar gemacht und bilden die Grundlage für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Produktstrategie.
5. Interne Akzeptanz und Zusammenarbeit:
Durch Workshops, regelmäßige Jour Fixe und eine transparente Roadmap konnten alle Stakeholder frühzeitig eingebunden werden. Das führte zu hoher interner Akzeptanz und stellte sicher, dass der DPP in allen Unternehmensbereichen wirksam umgesetzt und getragen wird.
Fazit:
Mit dem Digitalen Produktpass hat COR eine Lösung geschaffen, die echte Mehrwerte für Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen selbst bietet. Das Projekt zeigt, wie Digitalisierung nicht nur Prozesse effizienter macht, sondern auch Nachhaltigkeit messbar, kommunizierbar und für die Marke strategisch nutzbar wird.
Mehrwerte, die Straub Marbert mit dem Digitalen Produktpass gewinnt
Narravero strukturierte das Projekt von Beginn an als Pilot mit klarer Zieldefinition und Evaluationslogik. Parallel wurde die operative Grundlage geschaffen, um reale Marktdaten zu generieren.
Konzeption des Digitalen Produktpasses und Erstellung eines individuellen Templates
Entwicklung eines Messe-DPPs zur ersten Datensammlung und Feedbackgewinnung
Begleitung bei der Definition von Erfolgskriterien
Unterstützung bei der Integration des QR-Codes in die Etikettengestaltung
Wie Wirkung erzielt wird
Straub Marbert nutzt den Digitalen Produktpass nicht nur als regulatorische Vorbereitung, sondern als strategisches Lerninstrument. Der Pilot schafft eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage, ob und wie der DPP künftig skaliert, weiterentwickelt oder angepasst werden soll.
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Das DPP-Konzept ist freigegeben
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Die erste Version des DPP befindet sich in der Umsetzung
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Die Verpackung für das Showergel ist bereits mit QR-Code gedruckt
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Der Pilot-Rollout im Handel wird vorbereitet
Live-Demo: Digitalen Produktpass in Aktion erleben
Wir zeigen dir in einer kostenlosen Live-Demo, wie du den Digitalen Produktpass nutzt, um Kund:innen direkt am Produkt zu begeistern, wertvolle Daten zu gewinnen und Wachstum zu beschleunigen.