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Wenn Produkte sprechen dürfen


Was Dagmar und Daniel aus Florenz über den Digitalen Produktpass, echtes Verstehen und den Wert von Produktwahrheit mitnehmen


Der Digitale Produktpass entfaltet seinen größten Wert nicht im Moment des Kaufs, sondern danach – dort, wo Produkte genutzt, gepflegt und verstanden werden. Was Narravero seit Langem denkt, wurde in Florenz bestätigt: durch einen Kunden, der diese Perspektive teilt – und sie damit für andere in der Branche nachvollziehbar macht.

Florenz erwies sich dabei einmal mehr als ein Ort, an dem genau dieses Verständnis entstehen kann.



Wenn Verstehen wichtiger ist als Sichtbarkeit


Bei manchen Veranstaltungen geht es darum, gesehen zu werden. Bei anderen geht es um das Verstehen. Florenz gehört seit jeher zur zweiten Kategorie.


Hier werden Produkte nicht einfach gezeigt, sondern gelesen. Materialien, Verarbeitung, Haltung – all das liegt offen zutage, wenn man sich die Zeit nimmt hinzusehen. Lange bevor „Made in Italy“ zu einem globalen Label wurde, war Florenz ein Ort, an dem Handwerk, Markt und Anspruch miteinander verhandelt wurden. Nicht laut, sondern präzise.


Mit genau dieser Haltung waren Dagmar und Daniel in Florenz unterwegs – auf der Pitti Immagine Uomo und bei einem Kunden, der diese Haltung seit Jahren lebt: Stefano Bemer. Die Pitti Immagine Uomo ist dabei weniger Modenschau als Marktplatz für hochwertige Menswear – geprägt von Handwerk, Materialverständnis und der Frage, was Produkte langfristig tragen müssen.



Eine Branche zwischen Pflicht und Möglichkeit


In den Gesprächen auf der Messe zeigte sich schnell ein bekanntes Bild: Der Digitale Produktpass ist der Branche inzwischen vertraut – allerdings vor allem als regulatorische Pflicht. Doch sobald es um konkrete Mehrwerte ging, um Service, Transparenz und die Beziehung nach dem Kauf, veränderte sich der Ton. Nach herausfordernden Jahren ist die Offenheit spürbar. Nicht für Versprechen, sondern für Lösungen, die tragen.


 

Wenn Gespräche die Bühne verlassen





Was dieser Perspektive noch fehlte, wurde deutlich, als die Gespräche die Bühne verließen und näher an die Produkte rückten.

Abseits der Messe, fern von Programmpunkten und Argumentationslinien, führte der Weg dorthin, wo Produkte nicht erklärt, sondern gemacht werden: in die Werkstatt von Stefano Bemer. Dort, wo Materialien ausgewählt, Schuhe gefertigt und Entscheidungen getroffen werden, die man nicht inszenieren kann.


 

Dort, wo Produkte gemacht werden...


... bekommt der Digitale Produktpass eine andere Bedeutung. Er wird zum Zugangspunkt – nicht zur Marketingebene, sondern zur Substanz. Zur Herkunft der Materialien. Zur Logik der Fertigung. Zu den Entscheidungen, die ein Produkt ausmachen.





Dass Stefano Bemer zu den ersten Unternehmen gehörte, die mit dem Digitalen Produktpass gearbeitet haben, wirkt in diesem Umfeld konsequent. Nicht aus technischer Neugier, sondern aus einer Haltung heraus: dass Produkte keine lauteren Geschichten brauchen, sondern wahre.


Spätestens hier wird deutlich, dass der Digitale Produktpass seine eigentliche Wirkung nicht im Verkaufsraum entfaltet – sondern danach.


Tommaso Melani, CEO von Stefano Bemer, beschreibt diesen Ansatz so:


The Digital Product Passport lets our product talk about everything that is important to our customers. It provides direct insight behind the scenes and convenient access to our complete, individual service world - creating an ongoing dialogue with the user.

Was hier sichtbar wird, ist kein neues Kommunikationsformat, sondern ein veränderter Dialog. Der Kauf markiert nicht das Ende der Beziehung, sondern ihren Beginn. Der Digitale Produktpass wird zum Begleiter – leise, präzise, jederzeit zugänglich.




Was bleibt, wenn man genauer hinschaut


Für Dagmar und Daniel ist dieser Moment mehr als ein Projekt-Check-in. Er vertieft die Beziehung zu einem der ersten Narravero-Kunden – und schärft gleichzeitig das Verständnis für das, was sie zurück in die Branche tragen: ein Bild des DPP, das nicht von Anforderungen ausgeht, sondern vom Produkt selbst.





Gedanken, die weiterwandern


Und dieser Gedanke bleibt nicht stehen. Am Ende des Aufenthalts führte der Weg noch weiter: zu einem zweiten Unternehmen aus dem Umfeld von Stefano Bemer. Erste Gespräche, erste Einblicke, erste Überlegungen, wie der Digitale Produktpass auch hier eine Rolle spielen könnte. Noch am Anfang – und gerade deshalb bemerkenswert. Denn sie zeigen, dass Vertrauen sich fortsetzt und Gedanken weitergetragen werden.


Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Erkenntnis aus Florenz: Der Digitale Produktpass ist kein abgeschlossenes Projekt. Er ist ein Prozess. Einer, der dort beginnt, wo Produkte ernst genommen werden – und der sich weiterentwickelt, wenn Unternehmen bereit sind, genauer hinzuschauen.


Wenn Produkte sprechen dürfen, verändern sich Gespräche. Und manchmal beginnt dieser Wandel nicht auf der Bühne, sondern dort, wo Produkte entstehen.

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